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08.06.2016

Das Leitsystem für Blinde am Freiburger Hauptbahnhof hat Lücken

Am Tag der Sehbehinderten haben Mitglieder des Blinden- und Sehbehindertenvereins den Verantwortlichen der Deutschen Bahn am Freiburger Hauptbahnhof gezeigt, wo Handlungsbedarf besteht. Und die beiden Seiten haben diskutiert.

Im Gewusel des Freiburger Hauptbahnhofs den Überblick zu behalten, ist nicht immer leicht. Was bei regem Betrieb schon für Otto Normalverbraucher Stress bedeuten kann, ist für Blinde und Sehbehinderte eine Herausforderung, die zu ihrem Alltag gehört. Barrierefreiheit für Menschen, die nicht oder nur eingeschränkt sehen können: Sie ist daher ein zentrales Anliegen des Blinden-und Sehbehindertenvereins Südbaden.

Am Tag der Sehbehinderten trafen sich Vertreter des Vereins am Montag mit Verantwortlichen der Deutschen Bahn im Hauptbahnhof, um vor Ort auf diejenigen Punkte hinzuweisen, an denen in puncto Leitsysteme, Kontraste und Lesbarkeit für Blinde und Sehbehinderte noch Handlungsbedarf besteht.

Bei Leitsystemen handelt es sich um die hellen, gerillten Streifen, die sich durch die Bahnhofshalle und entlang der Gleise eins bis drei ziehen. Auch im DB-Reisezentrum sind sie zu finden. Mischa Knebel, Geschäftsführer des Blinden-und Sehbehindertenvereins Südbaden, wies am Montag auf das größte Manko in diesem Bereich hin: Das Leitsystem führt zwar zu den Aufzügen und zu den Gleisen, nicht aber zum Reisezentrum. Diese Lücke, so Knebel gegenüber den DB-Vertretern, müsse geschlossen werden...

Artikel aus der Badischen Zeitung vom 08.06.2016.

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